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Hilfestellungen

Im folgenden werden die wichtigsten Fragen im Bezug auf Pflegeleistungen und Pflegebedürftigkeit für Sie erläutert. 

Was bedeutet Pflegegrad?

Ein Pflegegrad drückt das Maß an Pflegebedürftigkeit eines Pflegebedürftigen aus. Die Einstufung entscheidet darüber, welche Leistungen der Pflegekasse dem Betroffenen zustehen. Die Bemessungsgrundlage ist der Grad der noch vorhandenen Selbstständigkeit des Versicherten.

Welche Leistungen gibt es bei Pflegebedürftigkeit?

In der Pflegebedürftigkeit können Pflegeleistungen der Pflegeversicherung abgerufen werden. Der pflegebedürftigen Person wird zuvor in einem Verfahren ein Pflegegrad, abhängig von dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit ein Pflegegrad zugeordnet. Folgende Leistungen können je nach Pflegegrad abgerufen werden.

Leistungsarten

PG 1

PG 2

PG 3

PG 4

PG 5

Pflegegeld (monatlich)316 €545 €728 €901 €
Pflegesachleistungen (monatlich)689 €1.298 €1.612 €1.995 €
Tages- und Nachtpflege (monatlich)689 €1.298 €1.612 €1.995 €
Kurzzeitpflege (jährlich)1.612 €1.612 €1.612 €1.612 €
Verhinderungspflege (jährlich)1.612 €1.612 €1.612 €1.612 €
Betreuungs- und Entlastungsleistungen (monatlich)125 €125 €125 €125 €125 €
Pflegehilfsmittelzuschuss (monatlich)40 €40 €40 €40 €40 €
Hausnotruf (monatlich)23 €23 €23 €23 €23 €
Wohnraumanpassung (je Gesamtmaßnahme)4.000 €4.000 €4.000 €4.000 €4.000 €
Wohngruppenzuschuss (monatlich)214 €214 €214 €214 €214 €

Wie beantrage ich einen Pflegegrad?

Seit dem Jahr 2017 wird jeder Antragsteller bei einem Antrag auf einen Pflegegrad bei der zuständigen Pflegekasse ein Prüfverfahren persönlich begutachtet. Dabei wird ein Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen) bei gesetzlich Versicherten oder die MEDICPROOF GmbH bei privat Versicherten ein persönliches Gutachten durchführen. Bei diesem Gutachten wird der noch vorhandene Grad der Selbstständigkeit ermittelt und ein Pflegegrad empfohlen. Dieses Gutachten wird der Pflegekasse des Antragstellers zugeleitet und diese genehmigt dann den Pflegegrad.

Der Antrag kann schriftlich bei den Pflegekassen gestellt werden.

Welche Kriterien gibt es für die Pflegebegutachtung?

  1. Mobilität: Wie selbstständig kann sich der Begutachtete bewegen und seine Körperhaltung selbstständig verändern?
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Kann sich der Begutachtete örtlich, zeitlich und situativ orientieren? Ist er in der Lage, für sich selbst Entscheidungen zu treffen und seine Bedürfnisse zu äußern?
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Benötigt der Begutachtete Hilfe aufgrund von psychischen Problemen, zeigt er aggressives oder ängstliches Verhalten?
  4. Selbstversorgung: Wie eigenständig ist der Begutachtete in der Lage, sich selbst täglich zu versorgen, waschen und zu pflegen?
  5. Umgang mit krankheits- und therapiebezogenen Belastungen: Welche Unterstützungen benötigt der Begutachtete bei dem Umgang mit medizinischen Behandlungen und Krankheitspräventiven Maßnahmen?
  6. Gestaltung des Alltags und soziale Kontakte: Kann der Begutachtete noch eigenständig seine sozialen Kontakte sowie seinen Alltag gestalten und einen Tagesablauf planen?
Zusätzlich dazu kommen noch das Kriterium 7. Außerhäusliche Aktivitäten sowie das Kriterium 8. Haushaltsführung. Diese werden jedoch nicht bei der Einstufung des Pflegegrades herangezogen, sondern sind für eine sinnvolle Pflegeplanung seitens professionellen Pflegenden wichtig.

Punkteverteilung nach Pflegegrad im Überblick

Im Rahmen der Pflegebegutachtung durch die Pflegekassen werden je Grad der Beeinträchtigung und der damit verbundenen Intensität bzw. Häufigkeit der notwendigen Unterstützung entsprechende Punkte vergeben. Die Addition dieser Punkte bestimmen dann den Pflegegrad. Je höher die Punktzahl ist, desto höher wird der Pflegegrad eingestuft. Die Stufen liegen zwischen 1 bis 5. Ein höherer Pflegegrad ermöglicht umfangreichere Pflege- und Betreuungsleistungen.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht über die aktuelle Pflegegrad Punktverteilung:

Grad der Selbstständigkeit

Punktezahl

Pflegegrad

Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit12,5 bis 271
Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit27 bis unter 47,52
Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit47,5 bis unter 703
Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit70 bis unter 904
Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung90 bis 1005

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Wir von VitalCura helfen Ihnen gerne. Bei uns können Sie eine kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Wir helfen Ihnen bei der Beantragung eines Pflegegrades und helfen Ihnen, die sinnvollste Pflege für Sie oder Ihre Angehörigen zu planen.

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